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Micro-Living ein interessanter Trend für Ihr Portfolio. Teil 1




5. März 2019 | Immobilien, Tipps,

Neue Konzepte – Neue (Investitions)Möglichkeiten

Die demografische Grundtendenz lässt sich nicht nur an den steigenden Zahlen der Gesamteinwohner der urbanen Ballungsräume erkennen, sondern auch an sich verändernden Formen des Wohnens. Die Anzahl der Ein-Personen-Haushalte ist steigend und lag beispielsweise in Österreich im Jahr 2016 bei 37%.

Die begriffliche Eingrenzung lässt zwei unterschiedliche Wohnkategorien erkennen. Zum einen erfreuen sich Business- und Studentenapartments großer Beliebtheit. Dies ist vor allem auf die seit Jahren stetig steigende Studentenzahlen, höhere Studienneigung, vergleichsweise niedrige Studiengebühren, ausgedehntes Netz der öffentlichen Verkehrsmittel, hohe Lebensqualität und gesamtdemografische Mobilität quer durch alle Bevölkerungsschichten zurückzuführen. Im Bereich der Studentenapartments dominiert die „öffentliche Hand“, was jedoch nicht bedeutet, dass punktuelle Investments in diesem Bereich unmöglich sind. Die Bundeshauptstadt Wien steht im Bereich der Studentenapartments unangefochten an der Spitze.

Die zweite Kategorie lässt sich unter dem Begriff Serviced Apartments zusammenfassen. Im Vergleich zu Business- und Studentenapartments zeichnen sich diese Wohneinheiten durch etwas großzügigere Aufteilung, kleinere Gemeinschaftsflächen und größere Küchenbereiche aus. Auch in diesem Falle ist die gestiegene Nachfrage nach Businessapartments auf gute Wirtschaftslage, höhere gesamtgesellschaftliche Mobilität und vor allem auf Fachkräftemangel zurückzuführen. Projektbeschäftigte, die für einige Wochen oder Monate an einen anderen Standort wechseln, oder Pendler, die wöchentlich zwischen ihrem Wohnsitz und dem Arbeitsplatz pendeln, sind im Berufsalltag mittlerweile keine Seltenheit mehr. Diese Zielgruppen sind auf spezifische Wohnkonzepte angewiesen, die für ihren Arbeits- und Lebensstil geeignet sind. Jene Unternehmen, die ihren Mitarbeitern eine Wohnfläche zur Verfügung stellen oder zumindest vermitteln können, genießen auch einen erheblichen Vorteil im Kampf um die hellsten Köpfe. Serviced Apartments sind nun eine Möglichkeit, längere Aufenthalte, vor allem für diese Zielgruppen, zu realisieren. Sie sind hierfür als Produkt wesentlich besser geeignet als klassische Hotels. Zudem sind die Zimmerpreise bei langfristigen Aufenthalten günstiger als in Hotels, da bei Geschäftsreisenden die Unternehmen häufig die Kosten übernehmen, kann somit ein wichtiger Kostenfaktor reduziert werden.

 

Abgrenzung zum klassischen Wohnen.

Die wesentlichen Merkmale des „Micro-Living“ lassen sich durch folgende Merkmale vom klassischen Wohnen unterscheiden:

 

-) Die Anbieter dieser Wohnkonzepte bieten ihren Mietern ein hohes Maß an Flexibilität. Wohneinheiten können von drei Tagen, über mehrere Monate, bis hin zu drei Jahren gemietet werden.

-) Die an Micro-Living interessierten Zielgruppen zeichnen sich durch vergleichsweise kürzere Aufenthaltsdauer aus.

-) Gemeinschaftsflächen bilden ein integrales Element dieses neuen Wohnkonzeptes und können im unterschiedlichen Umfang genutzt werden. Die Angebotspalette der Nutzungsmöglichkeiten dieser Gemeinschaftsflächen ist unterschiedlich breit gestaffelt und zielgruppengerecht ausbaubar.

-) Kompakte, hocheffiziente Wohneinheiten in der Größe von 18m² bis 40m² für Business- und Studentenapartments und bis zu 80m² für Serviced Apartments.

-) Die Apartments sind möbliert und bieten dem Mieter eine Möglichkeit zur Selbstversorgung durch eingebaute Kitchenettes. Abhängig vom Umfang des gewählten Servicepakets können verschiedenste Dienstleistungen mitgenutzt werden.

-) Hinsichtlich des in der Miete inbegriffenen Services reicht die Bandbreite der Dienstleistungsangebote bei Serviced Apartments von „full service“, wie in einem klassischen Hotel, bis hin zu Konzepten, die Services nicht oder nur gegen Gebühren anbieten wie es bei Business- und Studentenapartments der Fall ist.

-) Die Mietspanne im Segment Serviced Apartment liegt in Österreich mit 28,- bis 229,- Euro pro Nacht bei einem Aufenthalt von mindestens 28 Nächten im moderaten Preissegment.

-) Die Mietspanne im Segment Studentenapartments variiert abhängig von der Servicebandbreite und beginnt bei ca. 350,- Euro pro Monat

 

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