Vertragsgestaltung und Kaufabwicklung




27. August 2019 | Immobilien, Tipps,

Vertragsgestaltung und Kaufabwicklung

Der Kaufvertrag wird häufig auch als das rechtliche Fundament Ihrer Immobilie bezeichnet. Wenn sich ein Fehler im Vertrag einschleicht kann das oft zu mühsamen Rechtsstreitigkeiten führen, die viele Jahre dauern und sehr teuer ausfallen können. Lassen Sie sich daher von einem Experten begleiten, um ein unnötiges Risiko auszuschließen.

Haben Sie einmal Ihre perfekte Wohnung gefunden lässt sich der Kaufabschluss in sechs Schritten zusammenfassen:

1. Sie stellen ein Anbot an den Verkäufer

2. Annahme des Anbots durch den Verkäufer

3. Aufsetzung eines Kaufvertrags mit Hilfe eines Anwalts oder Notars

4. Vertragsunterzeichnung

5. Notarielle Beglaubigung

6. Verbücherung (d.h. Eintragung ins Grundbuch)

 

Nachdem Ihr Anbot vom Bauträger angenommen wurde, unterstützen wir Sie gerne dabei die optimalen Finanzierungsmöglichkeiten zu finden. In der Zwischenzeit beauftragt der Bauträger einen Vertragserrichter und Treuhänder mit der Gestaltung des Kaufvertrages für Ihre Vorsorgewohnung und mit der Abwicklung des Kaufes. Vertragserrichter und Treuhänder können sowohl Notare als auch Rechtsanwälte sein.

Sie erhalten vom Vertragserrichter und Treuhänder einen Vertragsentwurf zur Durchsicht. Natürlich stehen wir Ihnen auch bei allen anderen Fragen im Stadium der Vertragserrichtung mit Rat und Tat zur Seite.

Sobald der Kaufvertrag sowohl Ihren als auch den Vorstellungen des Bauträgers entspricht, kann ein Termin zur Vertragsunterfertigung vereinbart werden. Der Kaufvertrag kann von beiden Vertragsparteien gleichzeitig unterfertigt werden, die Unterschriften können aber auch zu verschiedenen Zeitpunkten getrennt voneinander erfolgen. Der Kaufvertrag muss zur Eintragung ins Grundbuch notariell beglaubigt unterfertigt werden.

Nachdem alle Vertragsparteien den Vertrag unterschrieben haben, kann der Vertragserrichter und Treuhänder die entsprechenden Anträge beim Grundbuch stellen, wobei diesbezüglich mit einer Bearbeitungszeit von einigen Wochen zu rechnen ist. Sobald Sie ins Grundbuch eingetragen (einverleibt) wurden, sind sie offiziell Eigentümer der Immobilie.

Der Vertragserrichter und Treuhänder richtet ein eigenes Treuhandkonto ein, auf welches von Ihnen und von der finanzierenden Bank die jeweiligen Kaufpreisanteile überwiesen werden. Von diesem Treuhandkonto kann dann nur an sogenannte „Begünstigte“ (in der Regel ist das der Bauträger sowie allenfalls Kreditinstitute, manchmal auch Finanzbehörden) überwiesen werden, sodass Sie sicher sein können, dass Ihre Ersparnisse nicht in falsche Hände geraten.

Die Auszahlung an den Bauträger erfolgt entsprechend der vertraglichen Bestimmungen sowie nach dem Bauträgervertragsgesetz – in aller Regel nach dem jeweiligen Baufortschritt. Bei bereits fertiggestellten Vorsorgewohnungen erfolgt die Überweisung Zug um Zug gegen die Einverleibung Ihres Eigentumsrechtes an der Immobilie im Grundbuch.

Auch die Grunderwerbsteuer, in der Höhe von 3,5 % des Kaufpreises, sowie die Gebühr für die Eintragung in das Grundbuch, in der Höhe von 1,1 % des Kaufpreises sind von Ihnen an den Vertragserrichter und Treuhänder zur Überweisung zu bringen.

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